Gründung des „Jugendbündnis im BSW“ in Bochum

Aktuelles
, 26. Juli 2025

Am Samstag, dem 26. Juli 2025, fand in Bochum der offizielle Gründungskongress des Jugendverbandes des Bündnis Sahra Wagenknecht statt. Damit wurde ein bedeutender Schritt unternommen, um Jugendlichen und jungen Erwachsenen innerhalb der Partei eine eigene Plattform zu bieten.

Rund 150 junge Parteimitglieder und Unterstützer*innen nahmen teil, darunter 113 stimmberechtigte Personen. Der Verband erhielt den offiziellen Namen „Jugendbündnis im BSW“ und verabschiedete seine erste Satzung.

Prominente Unterstützung bei der Gründungsveranstaltung

Begleitet wurde das Ereignis von prominenten Parteivertreterinnen und -vertretern: Die Co-Parteivorsitzende Amira Mohamed Ali, der stellvertretende Vorsitzende Amid Rabieh und der Berliner Spitzenkandidat Oliver Ruhnert waren vor Ort. Sahra Wagenknecht selbst richtete sich per Videobotschaft an die Anwesenden. Alle unterstrichen die Bedeutung eines eigenständigen Jugendverbands – besonders auch im Hinblick auf aktuelle politische Herausforderungen wie die Diskussion um eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Die gewählte Führung: Bildung und Frieden im Fokus

Anastasia Wirsing, 21-jährige Lehramtsstudentin aus Thüringen, wurde mit großer Mehrheit zur Vorsitzenden des Jugendverbands gewählt. Sie setzt ihre Schwerpunkte auf Bildungspolitik und das Thema Frieden. Zu ihren Stellvertretern wurden Erwin von Mildisch, Marlon Borchers und Felix Kreklow Rojas bestimmt. Das Amt des Schatzmeisters übernimmt Philipp Erdmann.

Acht weitere Mitglieder wurden als Beisitzerinnen und Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt – darunter Leonie Wendt aus der Oberpfalz, die Bayern im neuen Gremium vertreten wird.

Beweggründe und politische Ziele

Strategisch richtet sich die Gründung darauf, junge Mitglieder stärker zu binden, nachdem die Partei bei Wählerinnen und Wählern zwischen 18 und 34 Jahren überdurchschnittlich gut abgeschnitten hatte. Mohamed Ali betonte, die Partei wolle mit Themen wie Ablehnung der Wehrpflicht, Kritik an Rüstungsausgaben und Investitionen in Bildung und Infrastruktur gezielt junge Menschen ansprechen. Sie warnte zudem vor dem „gigantischen Schuldenberg“, den zukünftige Generationen schultern müssten.

Alle Debatten auf der Gründungsveranstaltung standen im Zeichen einer kritischen, aber konstruktiven Zusammenarbeit mit der Mutterpartei. Thematisch dominierten Forderungen nach Frieden, Diplomatie und sozialer Gerechtigkeit – ein klares Signal für die zukünftige Ausrichtung des neuen Jugendverbands.

 

[rh]

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