Der Landesverband des BSW Bayern hat auf seinem Landesparteitag ein Zeichen für einen neuen Aufbruch der Partei gesetzt. Am vergangenen Wochenende vom 10. und 11. Oktober traten Delegierte aus allen bayerischen Bezirken im oberfränkischen Meeder zusammen. Dabei legten sie den Grundstein für die zukünftige Neuausrichtung des Landesverbands, indem das inhaltliche Profil geschärft und vor allem ein neuer Vorstand gewählt wurde.
Neue Gesichter im bayerischen Landesvorstand
Personell stellte sich der Landesvorstand fast gänzlich neu auf: Während Irmgard Freihoffer in ihrem Amt als Landesvorsitzende bestätigt wurde, löste Julia von Wegen aus München Klaus Ernst in seinem Amt ab. Sie bilden gemeinsam die neue Doppelspitze des BSW Bayern. Gewählt wurden ferner Dr. Roland Kroneder und Dr. Stefan Uebel als Stellvertreter sowie Markus Maier als Schatzmeister. Sieben Beisitzer machen den Landesvorstand komplett: Kathi Deschan, Adam Egerer, Daniel Heinzlmeier, Alexander Hoffmann, Peter Lang, Paul Meichelböck und Kerstin Staudtmeister.
Der neue Landesvorstand wird sich verstärkt um nachhaltige Mitgliedergewinnung bemühen sowie innerparteilich mehr demokratische Impulse setzen. „Wir sind selbst Mitglieder aus der Parteibasis und haben unser Ohr genau dort, wo unseren Mitgliedern der Schuh drückt. Dabei wollen wir niemanden zurücklassen und Brücken bauen. Ich möchte eine gute Vorsitzende für alle Mitglieder sein“, so Julia von Wegen. Irmgard Freihoffer, die 18 Jahre lang Mitglied des Regensburger Stadtrats war, bestätigt: “Es wurde häufig das falsche Signal ausgesandt - du darfst zwar plakatieren, aber deine Mitsprache ist nicht erwünscht. Die Einbindung und Vernetzung der Parteibasis ist aber ein unverzichtbarer Schritt zum Aufbau der Partei.“ Besonders wichtig ist dem neuen Landesvorstand eine enge Zusammenarbeit mit dem Jugendverband, der sich in der Organisation und Durchführung des Parteitags als wichtiger Bestandteil der Partei bewies.
Ein Leitantrag schärft das inhaltliche Profil
Die inhaltliche Arbeit der Partei soll nicht von oben nach unten, sondern aus der Mitte der Parteibasis entstehen. In diesem Sinne gab sich der Landesparteitag gemeinsam einen neuen Leitantrag. Das BSW Bayern fordert eine Abkehr von der zunehmenden Militarisierung und eine Stärkung des Sozialstaats. Neben landespolitischen Themen wie Bildung und öffentliche Daseinsvorsorge ist der Schutz der bayerischen Industrie, des Mittelstands und des Handwerks vor der Deindustrialisierung im Fokus. Zuwanderung soll in geordnetem und reglementiertem Rahmen beschränkt und eine Trennung zwischen Asyl als Schutzrecht und gezielter Arbeitsmigration vollzogen werden.
Ausblick
Vor dem Hintergrund der Landtagswahl 2028, bei der das BSW einen Einzug anstrebt, setzte sich die Partei in ihrem Leitantrag konkrete Ziele hinsichtlich der inhaltlichen Ausarbeitung eines Wahlprogramms, der kommunalen Verankerung sowie der Entwicklung von Kampagnen und Strategien.
Der neue Landesvorstand wünscht seinen ausscheidenden Mitgliedern alles Gute für die Zukunft.
Gemeinsame Pressemitteilung des BSW Bayern und des Jugendverbandes JSW