
BSW gründet Bezirksverband Mittelfranken
,Für Frieden, soziale Gerechtigkeit und kommunale Stärke
Nürnberg, 25. Juli 2025
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) setzt seinen bayernweiten Strukturaufbau konsequent fort und hat mit Mittelfranken den dritten Bezirksverband im Freistaat gegründet.
Die Gründungsversammlung, an der zahlreiche Mitglieder aus Nürnberg, Fürth, Erlangen und dem Umland teilnahmen, markiert einen weiteren Meilenstein beim Aufbau regional verankerter Parteistrukturen – mit klarem Fokus auf kommunalpolitische Gestaltungskraft und strategische Vorbereitung der Kommunalwahl 2026.
Neues Führungsteam für Mittelfranken
Zum gleichberechtigten Vorsitzenden-Duo wurden der kommunalpolitisch erfahrene Ansbacher Milan Schildbach und Denis Gerliz aus Nürnberg gewählt. Unterstützt werden sie im geschäftsführenden Vorstand von den stellvertretenden Vorsitzenden André Leonhard, André Sammann, Dr. Corell Wex (alle aus Nürnberg) sowie Tachir Babajev (Fürth). Als Schatzmeister übernimmt Daniel Schindler aus Bad Windsheim die Verantwortung für die Finanzen. Weitere Mitglieder aus Nürnberg, Fürth und Erlangen komplettieren den Bezirksvorstand.
Politische Verantwortung in Zeiten der Krise
„Wir gehen mit Volldampf voraus für Frieden und soziale Gerechtigkeit – auch und gerade in Mittelfranken!“, so Milan Schildbach. Die Bezirksgründung steht im Zeichen des Aufbruchs, aber auch der politischen Verantwortung in einer Zeit multipler Krisen: steigende Preise, soziale Ungleichheit, wachsender Druck auf kommunale Haushalte und eine Politik, die sich zunehmend von den Interessen der Bürgerinnen und Bürger entfernt.
Denis Gerliz betonte in seiner Rede: „Alle Warnungen, die wir kurz nach der Bundestagswahl ausgesprochen haben, sind Realität geworden – und zum Teil sogar übertroffen worden.“ Die Aufrüstungspolitik, massive Haushaltslöcher, steigende Sozialausgaben bei gleichzeitigem Abbau kommunaler Leistungen – all das treffe die Menschen vor Ort mit voller Wucht.
„Wenn wir den Rüstungsetat verdoppeln, werden wir den Preis in unseren Städten und Gemeinden zahlen – mit Schulschließungen, Investitionsstau, Sozialkürzungen. Das ist nicht akzeptabel“, so Gerliz weiter.
Kommunalwahl 2026 und Blick nach vorn
Der neue Bezirksverband plant einen engagierten Wahlantritt zur Kommunalwahl 2026, insbesondere im Städteviereck Nürnberg–Fürth–Erlangen–Ansbach. Ziel sei es, ein glaubwürdiges und bürgernahes Angebot zu machen – mit Persönlichkeiten, die aus der Region kommen und ihre Lebenswirklichkeit kennen. „Wir bringen ein Team an den Start, das Alt und Jung, Erfahrung und frische Ideen verbindet“, kündigte Schildbach an.
Auch die kritische Aufarbeitung der Corona-Politik wird für das BSW ein Thema bleiben. Nach Veröffentlichung der RKI-Protokolle fordert der Verband mehr Transparenz und einen runden Tisch auf kommunaler Ebene, um die Folgen aufzuarbeiten und Lehren für die Zukunft zu ziehen. „Demokratie lebt vom Dialog, nicht von Ausgrenzung und Denkverboten – das gilt in der Pandemie ebenso wie beim Ukraine-Krieg oder in der Debatte um Gaza“, so Corell Wex.
Mit der Gründung des Bezirksverbands Mittelfranken setzt das BSW ein deutliches Zeichen: Politik darf nicht abgehoben und technokratisch bleiben, sondern muss dort ansetzen, wo die Lebensrealität der Menschen beginnt – vor Ort, in der Kommune, im Alltag.
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Text: Jürgen Siebicke
Bild: Antonio Wex